Lapidarium

GESCHICHTE DES BAUWERKS


Die Entstehung des Lapidariums als archäologische Ausstellungsabteilung des Museums Calvet geht auf 1933 zurück. Die Skulpturen aus Antike und Mittelalter, die bis dahin im Stadtpalais Villeneuve-Martignan und auch im Freien im Ehrenhof verteilt waren, wurden in die ehemalige Kapelle des Jesuitengymnasiums verlegt.

Die Kapelle ist ein wunderschönes Exemplar barocker Baukunst, sie wurde nicht nur von einem Architekten, Etienne Martelange, gebaut (1568 od. 1569 bis 1641). Nach einer achtjährigen Pause übernahm François de Royers de la Valfenière, Architekt aus Avignon, die Arbeiten (1575-1667).

Das Gebäude hat einen sehr schlichten Grundriss mit einem einzigen Kirchenschiff, dem ein Vorraum vorgeordnet ist. Es schließt mit einem Chor ab, der aus einem kurzen Joch und einer fünfeckigen Apsis besteht und von zwei Sakristeien flankiert wird. Das Kirchenschiff hat auf jeder Seite fünf mit Arkaden durchbrochene Joche, über denen sich Emporen mit Balustern erheben. Über den Emporen finden sich ein Fries mit Pflanzendekor, ein Gesims, die Attika und große Fensteröffnungen, die heute auf einer Seite zugemauert sind, früher aber mit Buntglas versehen waren.

Das majestätische Bauwerk beeindruckt noch heute, obwohl es vielfach verändert und auch beschädigt wurde, wie die derzeitige Form des Chors beweist.

 

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