Lapidarium

GESCHICHTE DER SAMMLUNGEN


Die Namen zweier Persönlichkeiten umreißen für sich allein schon die gesamte Entstehung der Skulpturensammlung: Esprit Calvet (1728-1810) und Esprit Requien (1788-1851). Requien war von 1838 bis 1851 Testamentsvollstrecker der Stiftung Calvet und regte in der ersten Hälfte des 19. Jh. viele Zukäufe an. Er handelte im Jahr 1841 hartnäckig den Erwerb eines Teils der Nani-Sammlung aus, einer der schönsten Antikensammlungen Venedigs aus dem 18. Jh., die Anfang des 19. Jh. aufgelöst wurde und heute in großen europäischen und amerikanischen Museen verstreut ist.

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Mitte des 19. Jh. waren Avignon und das Departement Vaucluse Schauplatz zahlreicher archäologischer Funde. In Vaison-la-Romaine fanden in den Jahren 1835-1818 Grabungskampangen statt - im gesamten Departement (Apt, Orange) von 1840-1842 -, von denen einige von der Stiftung Calvet mit Unterstützung des französischen Staats finanziert wurden. Zu dieser Zeit wurden auch Statuen und Reliefs erworben, wie zum Beispiel 1834 der gallische Krieger von Mondragon und 1849 die „Tarasque de Noves“. Im 20. Jh. ließen die Erweiterungen des Skulpturenbestands nach, doch 1919 vermachte Marc Deydier, ein Notar aus Cucuron, der Stiftung Calvet die Treidelszene von Cabrières d’Aygues, eines der berühmtesten Werke des Museums.

Seit etwa zwanzig Jahren hat die Stiftung Calvet wieder an die dynamische Erwerbspolitik für antike Objekte angeknüpft und lässt so die Sammlung lebendig weiterwachsen.

 

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